Eine zweite Chance für das Projekt Klenschenhaff

Der Klenschenhaff in der Rue Lentz in Bettemburg ist seit langem ein Schandfleck. Der Bau einer privaten Seniorenresidenz fand in der vergangenen Mandatsperiode die Zustimmung der früheren LSAP-Mehrheit und so wurde das Projekt Klenschenhaff vorangetrieben. Die CSV kritisierte, dass der frühere LSAP-Schöffenrat den Anschein erweckte, als sei die Gemeinde an diesem Vorhaben direkt beteiligt. So wurde eine unnötige Verwirrung gestiftet und nun findet sich selbst die LSAP als Oppositionspartei nicht mehr zurecht.

Warum ein zweites Klenschenhaff-Projekt?

Die ersten Pläne für eine Seniorenresidenz wurden nach der Abstimmung im Gemeinderat vom Innenminister verworfen. Gegen diese Entscheidung wurde vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Das Projekt „Klenschenhaff 1“ riskierte im Dschungel der Verfahren zu verschwinden. Die Unternehmer haben daher die Baupläne überarbeitet und eine neue Genehmigungsprozedur angestrengt. Inzwischen hatte der neue Schöffenrat die Verantwortung übernommen. Bürgermeister Laurent Zeimet war für Urbanismus und Baupolitik zuständig.

Was änderte sich am Projekt?

Der neue Schöffenrat erbte also eine äußerst verfahrene Ausgangslage. Die Bauherren trugen im neuen Projekt den Bedenken des Innenministers Rechnung, was eine Veränderung der Architektur zur Folge hatte. Die CSV hatte den Umfang des ersten Projektes stets bemängelt: Über 100 Wohneinheiten waren bei „Klenschenhaff 1“ geplant. Die CSV befürchtete ein immenses Verkehrsaufkommen und forderte, das Projekt den Gegebenheiten des Wohnviertels anzupassen.

Die erste Version von „Klenschenhaff 2“ sah immer noch 90 Einheiten vor. Bürgermeister Zeimet bestand jedoch auf eine weitere Reduzierung. Der Gemeinderat genehmigte schlussendlich den Bebauungsplan „Klenschenhaff 2“mit 72 Wohneinheiten und dem entsprechenden Parkraum.

Kein anderes Konzept!

Das Konzept der privaten Seniorenresidenz wurde nicht verändert. Die Bewohner des Hauses müssen mindestens 55 Jahre alt sein und können auf bedarfsorientierte Dienstleistungen zurückgreifen.

Jetzt befürchtet die LSAP plötzlich ein zu starkes Verkehrsaufkommen, weil Bewohner mit 55 Jahren ja noch arbeiten könnten! Die Opposition scheint zu vergessen, dass das von ihr genehmigte Projekt „Klenschenhaff 1“ mit über 100 Wohneinheiten entsprechend mehr Bewohner und Besucher gezählt hätte.

 

Die LSAP beklagt heute die „hohen Preise“, bedauert aber im gleichen Atemzug, dass die Bautaxe von 6.000 Euro nicht mehr erhoben werden kann, da diese von der neuen Mehrheit abgeschafft wurde.

Die CSV-Fraktion ist der Meinung, dass Bürgermeister und Schöffenrat verantwortungsvoll im Interesse der Gemeinde handelten: Das Projekt Klenschenhaff bekam eine zweite Chance und integriert sich nun besser in das bestehende Wohnviertel.