Hammerel-Brücke soll erneuert werden
Priorität für Ausbau der Bahnverbindung Luxemburg-Bettemburg
Die Gemeinde Bettemburg steht vor großen Herausforderungen: Die Schaffung eines Logistikzentrums auf dem früheren WSA-Gelände, ein drittes Gleis für die Eisenbahn, ein Ausbau der Autobahn A3 sowie ein nationales Fußballstadion mit Einkaufszentrum in Liwingen würden nicht ohne Auswirkungen auf die Ortschaften der Gemeinde bleiben. Vor kurzem hatte die lokale CSV zu einem Informationsabend mit Infrastrukturminister Claude Wiseler geladen.

Der Minister gab zu verstehen, dass alle Pläne der Regierung unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen. Allerdings soll der Ausbau der Bahnverbindung Luxemburg-Bettemburg nach dem Bau der Strecke Luxemburg-Petingen Priorität genießen. Wenn alles nach Plan laufe, könnten die Arbeiten 2013 beginnen. Die voraussichtliche Trassenführung wird im Bahnhofsviertel von Bettemburg größere Umbauarbeiten erzwingen. Eine Übertunnelung des Bahnhofsgeländes lehnte Wiseler aus Kosten- und Sicherheitsgründen ab.
Claude Wiseler erläuterte den Bau einer neuen Brücke, die nach der geplanten Schließung des Bahnübergangs in der Rue Lentz vorgesehen ist. Diese soll nun doch eine zweispurige Verkehrsführung ermöglichen, um die bestehende Hammerel-Brücke im Notfall oder bei Bedarf zu entlasten. Eine Generalüberholung der drängt sich laut Wiseler ebenso auf und soll in Angriff genommen werden. Die Pläne sehen vor, eine Seite des Übergangs für Radfahrer zu reservieren. Der Infrastrukturminister informierte weiter, wie sich die staatlichen Stellen den Zugang zum

entstehenden Logistikzentrum auf dem Gelände des früheren Militärlagers vorstellen und versicherte, dass ein Ausbau der A3 bei einer knappen Staatskasse nur etappenweise vorgenommen werden könne. Zum Bau eines nationalen Fußballstadions mit Einkaufszentrum in Liwingen, meinte Claude Wiseler, dass er bisher noch nicht mit konkreten Plänen befasst wurde. Die Vorgaben der Landesplanung würden eine solche Infrastruktur auf den betroffenen Grundstücken nahe Bettemburg aber nicht prinzipiell ausschließen. Claude Wiseler ist sich bewusst, dass die Gemeinde Bettemburg heute bereits ein hohes Verkehrsaufkommen zu verkraften hat. Auf eine neue Umgehungsstraße für den Ortskern angesprochen, meinte Wiseler, dass neben der A3 zurzeit keine weitere Umgehung für Bettemburg im Entwurf des Transport-Leitplans vorgesehen sei. Voraussichtlich Ende des Jahres wird der Leitplan zur Begutachtung an die Gemeinden weitergeleitet. (b.a.b)
Quelle LW, 30. März 2010